Zitat der Woche :
"Höre jeden Tag in dich hinein, damit du erfährst, was deine innere Stimme dir sagen will." Patrice Jeancourt

 

Was gibt es weihnachtlicheres als Lebkuchen ?

Bei Lebkuchen kommen bei uns alle Ernährungsindivudualisten auf ihren Genuss.

Vegetarisch sowieso, auch vegan, bio, vollkorn, glutenfrei, zuckerfrei, laktosefrei …

In diesem Jahr ist mir besonders aufgefallen, dass immer mehr Lebensmittel damit beworben werden, was sie alles NICHT enthalten – das bringt mich doch immer wieder zum Schmunzeln !

Lebkuchen hat viele Gesichter – so leben die unterschiedlichsten Lebkuchenzutaten erst durch das Lebkuchengewürz auf. Aber selbst dafür gibt es keine Standardmischung. Die Rezepturen unterscheiden sich laut Wikipedia nicht nur für die einzelnen Lebkuchenspezialitäten, deren genaue Zusammensetzung ein gut gehütetes Geheimnis der Lebkuchenbäcker ist. Darüber hinaus gibt es durchaus regionale Vorlieben. So ist beispielsweise in deutschen Rezepten häufig Zimt in recht hohem Anteil vertreten, während dieser in ost- oder nordeuropäischen Rezepten ganz fehlt oder nur sehr zurückhaltend eingesetzt wird.

Unsere selbstgemachte LieblingsLebkuchenGewürzMischung ist kein Geheimnis und darf gerne kopiert werden:

34g Zimt, 9g Nelken, 2g Piment, 1g Muskat, 2g Koriandersaat, 2g Kardamom, 2g getrockneter Ingwer , 1g Muskatblüte (alles gemahlen versteht sich).

Schon allein durch den hohen Zimtanteil können Lebkuchen richtig gesund sein. Würde ich jetzt eine Übersicht über alle Heilkraft, die in solch einem Lebkuchen stecken kann schreiben, würde das bis nach Weihnachten dauern und letztendlich ein ganzes Buch füllen. Aus diesem Grund beschränke ich mich in diesem Artikel darauf, mein Wissen über Zimt zusammenzutragen.

Zimt gilt als eines des wirksamsten Natuheilmittel. Es gab Zeiten, da hielt man es für wertvoller als Gold ! Sein Wirkspektrum setzt auf allen Ebenen an: Innerlich, über Hautkontakt und über den Geruchsweg.

  • Durch seine antimikrobielle Wirkung, die in Studien wissenschaftlich bestätigt wurden, hilft er bei bakteriellen Magen-Darm-Infekten ebenso wie bei Fusspilz. Auch harmlosere Symptomen, wie Schweißfüssen macht Zimt z.B. in Form von modernen „Zimtlatschen“ den Nährboden.
  • Zimt reguliert den Blutzuckerspiegel – auch bei Diabetikern! Bereits bei einer Tagesdosis von 1g  zeigt sich seine nachhaltige Wirksamkeit. Wie eine Studie mit Diabetikern zeigt, setzt der blutzuckerregulierende Effekt mit 6 g pro Tag bereits nach 20 Tagen ein – wirkt allerdings nicht so lange nach.
  • Zimt reduziert die LDL-Blutcholesterinwerte (Cholesterin) um 10 bis 24 Prozent – die Werte des “guten” HDL-Cholesterins hingegen wird idealerweise nicht gesenkt. So das weitere Ergebnis obig genannter Studie.
  • Zimt erwärmt den Körper. Dieser Effekt ist sowohl äußerlich (z.B. als Badewasserzugabe, Massagebalsam) als auch innerlich (Kakao mit Zimt – Hmmm…) aktivierbar. Der innere Nutzen ist v.a. bei fieberhaften Infekten wohltuend. Die äußerliche Anwendung verschafft Linderung bei Muskel- und Gelenkschmerzen.
  • Zimt hilft Körperfett zu reduzieren. Der zuvor genannte Erwärmungseffekt durch die innerliche Aufnahme von Zimt verbraucht verstärkt Energie und damit auch Kalorien. Des weiteren führt die blutzuckersenkende Eigenschaft dazu, dass weniger Insulin im Körper kreist. Nur bei niedrigem Insulinspiegel greift der Körper auf eingelagerte Energiereserven zurück (weil er ja sonst – zu Recht – in der Annahme verbleibt, dass in Form von Zucker ausreichend leicht verfügbare Energie vorhanden ist). Diese Effekt ist besonders bei hartnäckigen Fettdepots ausgeprägt, wie bspw. beim Bauchfett.
  • Zimt kann bei bestimmten Krebsarten reduzieren wirken.So wurde bereits der Zelltot von Gebärmutterhalskrebszellen initiiert, manche Prostatakrebstumore zum Schrumpfen gebracht und Lungenmetastasen signifikant reduziert.
  • Die aromatherapeutische Wirkung des Zimtes hilft unserem Gehirn auf die Sprünge.Einer amerikanischen Studie zufolge erhöhte das Kauen von Zimtkaugummi ebenso wie der reine Zimtgeruch sowohl die argumentative Schlagfertigkeit, als auch Gedächtnisleistung und Konzentrationsfähigkeit. In vitro hat sich Zimt sogar als wirksam beim Abbau von Ablagerungen im Gehirn erwiesen. Aus diesem Grund wird aktuell wird viel daran gesetzt, Zimt vielleicht tatsächlich bald als wirksames Mittel bei Alzheimer einsetzen zu können.
  • Zimtöl wirkt kräftigend auf die Atemwege und lindert Erkältungen und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegen Virusinfektionen und ansteckende Krankheiten.
  • Zimtöl verfügt über eine stark anregende Wirkung auf das gesamte Drüsensystem und lindert auf diese Weise Menstruationsschmerzen, reguliert dabei spärliche Regelblutungen und Weißfluss.
  • Zimt soll in der Hausapotheke sogar bei Warzen Abhilfe verschaffen und bei Insektenstichen den Stachel heraustreibend wirken.
  • Auf alle Fälle wirkt Zimtgenuss schon seit altersher aphrodisierend und Lebensgeister erhellend – auch bei Depressionen.

Wie bei allem, das wir von der natur geschenkt bekommen, geht es auch beim Zimt um das rechte Maß. Dieses ist – was eine weitere Grundregel der natürlichen Selbstheilung darstellt – stets relativ.

Konkret bedeutet dies, dass Schwangere, die noch nicht die Absicht haben, demnächst zu entbinden, Zimt sehr vorsichtig konsumieren sollten – da er wehenfördernd wirkt und damit eine Frühgeburt auslösen kann.

Vorsicht geboten ist ebenfalls für Menschen, die bereits vorgeschädigte Organe haben – hier kann übermäßiger Cumaringenuss (Cumarin ist ein Wirbestandteil des Cassia-Zimtes) zu Leber- und Nierenschäden führen.

Im letzten Jahr kursierte aus diesem Grund noch die konkrete Empfehlung, Kindern keinesfalls mehr als 4 Zimtsterne oder 1 Lebkuchen pro Tag zu geben. Die nachfolgenden erklärenden Entwarnungen fanden allerdings – wie so oft – bei weitem nicht so viel Beachtung.

Hierzu sei nur kurz gesagt, dass die Cumarin - Grenzwertfestlegung aus Diskussionen in den 80ern stammt, in denen es hauptsächlich um künstliches Cumarin ging, dass als Lebensmittel-/Getränke-Aroma eingesetzt wurde. Desweiteren bedeutet die Grenzwertangabe konkret umgerechnet, dass selbst ein Mensch von bspw. 50 kg mit dem empfohlenen 1g Zimt pro Tag (für einen Erwachsenen) immer noch unter der gebotenen Vorsichtsgrenze ist. (Der Grenzwert beträgt 0,1 mg Cumarin pro kg Körpergewicht. 1 g Zimt enthält 0-0,45mg Cumarin.)

Von mehr als 4 Zimtsternen oder 1 Lebkuchen pro Tag würde ich daher nur abraten, wenn die Leckereien zudem Zucker, Weissmehle, gehärtete Fette, Glasuren, synthetische Lebensmittelzusatzstoffe etc. enthalten…

Liebe geht durch den Magen ! Liebe mit Gewürzen wie Zimt kombiniert – ohne die Beigaben gängiger Zivilisationskostzutaten (s.o.) ergibt ganzheitlich & nachhaltig gesunden Genuß !

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Lassen Sie sich Ihren nächsten Lebkuchen also richtig schmecken !

Reyhaneh Redlich

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