Zitat der Woche :
"Höre jeden Tag in dich hinein, damit du erfährst, was deine innere Stimme dir sagen will." Patrice Jeancourt

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Es gibt inzwischen schon einige Studien die eine Steigerung von Gesundheit und Wohlempfinden allein durch die „Anwesenheit einer natürlichen Umgebung“ nachweisen. Einer Studie an Schülern von 14-16 Jahren (Fjeld 2000) nach gingen innerhalb 1 Monats einige gesundheitliche Symptome in begrüntem Klassenzimmer zurück. Neuropsychologische Symptome wie Kopfschmerzen bis zu 37%, HNO- und Augenprobleme bis zu 36%, Hautprobleme wie Juckende Kopfhaut bis zu 25% (jeweils im Vgl. zu einer gleichaltrigen Klasse ohne Pflanzen). Darüber hinaus ergaben die Rückmeldungen, dass die Schüler ihre Klassenräume als angenehmer, anregender, komfortabler und geräumiger wahrnahmen.

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Auch in ganz anderen Zusammenhängen zeigen Studien die enorme Wirksamkeit auf. So wirken sich z.B. Pflanzen und Bäume in Krankenhäusern sowohl in den Zimmern als auch draußen vor dem Fenster positiv auf das Schmerzempfinden der Patienten und auf deren Verbrauch von Schmerzmitteln aus (Park und Young 2009; Park und Mattson 2008; Raanaas et al. 2010).

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Darüber hinaus wurden zahlreiche anhaltende Symptomverbesserungen festgehalten wie z.B. eine Senkung des systolischen Blutdrucks und der Herzfrequenz.

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In Japan wurde die Auswirkung eines Waldspaziergangs z.B. im vgl. zu einem Stadtbummel Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Forschungsarbeiten. Diese ergaben, dass bereits ein einmaliger Waldspaziergang die Aktivität der „NK-Zellen“ (natürliche Killerzellen, die eine wichtige Rolle im Kampf gegen Krankheitserreger und Krebszellen spielen) um ca. 20% erhöht – und das noch 30 Tage nach dem Tag des Waldspaziergangs ! Zugleich wurde eine niedrigere Adrenalinkonzentration im Urin der Waldspaziergänger als in dem der Stadtbummler nachgewiesen. (Li et al. 2008/2010)

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Ein gesundheisförderlicher Effekt wurde auch bei einer Auszählung der medizinischen Versorgung von Häftlingen in unterschiedlich ausgerichteten Gefängniszellen registriert. Die Krankmeldungen von über 2600 Häftlingen ergaben dass Insassen von Zellen mit Ausblick in die natürliche Umgebung des Gefängnisses weniger häufig um medizinische Versorgung baten. Besonders selten, wenn sie Ausblick auf einen Bauernhof oder ein Waldstück hatten. Das gilt insbesondere für Hautprobleme (61%), Atemwegserkrankungen und Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. (Moore 1981)

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Häftlinge mit Naturbezug stehen aber nachweislich nicht nur gesünder da, sondern weisen auch eine niedrigere Rückfallrate auf. Innerhalb der ersten 4 Monate nach einer Entlassung kam es bei Häftlingen, die zu Arbeiten im Grünen herangezogen wurden nur zu einer Rückfallrate von 6% anstatt 29% ! (West 1986)

Unterstützt wird dieses Ergebnis von der Erkenntnis, dass Natur hilft, das Sozialverhalten zu verbessern – und das nicht nur bei Straffälligen J (Rice und Stone 1998; u.v.m.)

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Der Mensch ist ein Teil der Natur und braucht demnach auch Natur um sich um. Enthalten wir uns, unseren Kindern oder generell unseren Mitmenschen die Möglichkeit vor, uns im Grünen aufzuhalten, oder zumindest Blickkontakt in die Natur zu halten tun wir uns und ihnen auf vielen Ebenen keinen Gefallen.

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Gesundheit, Vitalität und Ausgeglichenheit als Gratisgeschenke der Natur – was macht das Leben lebenswerter ?!?

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Quelle: Natur für die Seele; Nicolas Gueguen & Sebastian Meineri; SpringerSpektrum 2013

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